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Kulturbauten & Veranstaltungsorte

ZWEI NEUE TÜRME FÜR DIE SAGRADA FAMÍLIA

Barcelona, Spanien
Architekten
Antoni Gaudí, Junta Constructora del Templo Expiatorio de la Sagrada Família, Barcelona
Bauherr
Junta Constructora del Templo Expiatorio de la Sagrada Família Foundation
Projektmanagement
Junta Constructora del Templo Expiatorio de la Sagrada Família Foundation
Elektroplaner
PGI Engineering, Barcelona
Fertigstellung
2022
Fotos
Marcela Grassi

Zwei neue Türme für die Sagrada Família – Die Evangelisten Markus und Lukas erstrahlen in neuem Glanz

Ende 2021 ist der symbolträchtige Stern der Jungfrau Maria, der einen der zentralen Türme der Sagrada Família krönt, zum ersten Mal beleuchtet worden. Seit dem 16. Dezember 2022 strahlen neben dem Stern zwei neue Wahrzeichen in der Skyline von Barcelona, die Türme der Evangelisten Markus und Lukas. Nach dem traditionellen Weihnachtskonzert fand die feierliche Einweihung der Beleuchtung der zwei Türme unter großer lokaler und internationaler Aufmerksamkeit statt. Markus ist mit der Skulptur des Löwen gekrönt, Lukas mit der Figur des Ochsen.

Sechs der achtzehn von Gaudí für die Sagrada Família geplanten Türme bilden den zentralen Kern der weltberühmten Basilika. Die beiden fertiggestellten Türme befinden sich an der Nordseite der Kirche, und für Ende 2023 ist die Fertigstellung der Türme des Matthäus und Johannes geplant, wodurch dann die lang ersehnte Einweihung des gesamten Evangelistenkomplexes möglich wird.

Der Sockel des Turms ist schlank und weist mehr längliche Öffnungen auf als der Turmkörper. Im Innern ermöglicht eine Wendeltreppe mit einem steinernen Geländer den Besuchern einen eindrucksvollen Aufstieg. Der Turmkörper hat, genau wie der Marienturm, dreieckige Öffnungen, durch die natürliches Licht in den Innenraum fällt und bei Nacht die Innenbeleuchtung sichtbar wird.

Die Spitzen ähneln denen der Glockentürme an den Fassaden und bestehen aus drei Elementen: ganz unten sind die die sechseckigen Schilde mit den Lobpreisungen Amen und Alleluja platziert; über den Schilden befindet sich ein mit goldfarbenem Trencadís verzierter Ikosaeder, und schließlich krönt die dem Tetramorph entsprechende Figur mit dem Buch und den Flügeln den Turm. Das Skulpturenensemble jedes Evangelisten ist 4,5 Meter hoch und kann aus vielen Blickwinkeln der Stadt gut gesehen werden.

Die Spitzen ähneln denen der Glockentürme an den Fassaden und bestehen aus drei Elementen: ganz unten sind die die sechseckigen Schilde mit den Lobpreisungen Amen und Alleluja platziert; über den Schilden befindet sich ein mit goldfarbenem Trencadís verzierter Ikosaeder, und schließlich krönt die dem Tetramorph entsprechende Figur mit dem Buch und den Flügeln den Turm. Das Skulpturenensemble jedes Evangelisten ist 4,5 Meter hoch und kann aus vielen Blickwinkeln der Stadt gut gesehen werden.

Um ein harmonisches Gesamtbild der Kirche bei Nacht zu erreichen, wird jeder Teil der Architektur Gaudís individuell analysiert, wobei stets die ganzheitliche Betrachtung des Gebäudes und dessen angemessen sanfte nächtliche Erscheinung behutsam berücksichtigt wird.

Die Innen- und Außenbeleuchtung der Evangelistentürme ist sorgfältig aufeinander abgestimmt. Die unter der Wendeltreppe in den Türmen angebrachte Beleuchtung ist auf die Wände ausgerichtet und blendet diese sowie die Treppe selbst weich und gleichmäßig ein. In der Nacht strahlt die Innenbeleuchtung mit einer Farbtemperatur von 3.000 K sanft durch die dreieckigen Fenster und lässt den Betrachter das beachtliche Volumen des Turms wahrnehmen.

Die Außenbeleuchtung der Spitzen der Evangelistentürme erfolgt von den höchsten Ebenen des Gebäudes. Insgesamt vier LED-Projektoren für jeden Turm beleuchten die Skulpturen der Evangelisten Markus und Lukas und ermöglichen somit eine symmetrische und homogene Darstellung aus jeder Perspektive.

Die Strahler, die auf dem Marienturm installiert wurden, sind zwischen den Spitzen der Krone integriert und beherbergen zwölf engstrahlende 15-Grad-Optiken in jeder Leuchte. Die Kombination aus zwei engstrahlenden Scheinwerfern und einem Abblendring ermöglicht eine präzise Beleuchtung des gesamten skulpturalen Ensembles. Die Modellierung mit einem weichen Licht begünstigt, dass das Weiß der Figuren sowie das goldene Geflecht der Ikosaeder hervorgehoben wird.

Zwei weitere Projektoren mit einem wesentlich engeren Lichtkegel und zusätzlichen Abblendringen sind in den Türmen der Apostel integriert. Diese sind auf die Spitzen ausgerichtet und vervollständigen einerseits die Beleuchtung auf symmetrische Weise während sie gleichzeitig die Figuren modellieren. Mit zwölf unabhängigen Linsen und je einer 6-Grad-Optik ermöglichen die Projektoren eine punktgenaue Steuerung des Lichts.

Die Figuren des Ochsen und des Löwen zusammen mit dem Buch und den Flügeln tauchen unter dem sanft projizierten Licht magisch aus der nächtlichen Schwärze des Himmels auf. Sie werden in Kombination mit dem Stern in einem schön ausgewogenen Licht präsentiert. Dieser wird von innen mit kühlerem Licht mit einer Lichtfarbe von 4.000 K beleuchtet.

Alle Leuchten in den Türmen werden über ein DALI-System gesteuert, das maximale Flexibilität mit vollumfänglicher Dimmung und Szenenprogrammierung ermöglicht. Dieses leistungsstarke Steuerungssystem stellt sicher, dass die neue Beleuchtung nahtlos in das aktuelle und zukünftige Beleuchtungskonzept der Basilika integriert werden kann.

Seit Dezember 2022 haben die Sagrada Família und der Himmel von Barcelona zwei neue Wahrzeichen, die im Sonnenlicht weiß und hell leuchten und in der Nacht den Stern der Jungfrau Maria dezent ergänzen.