Licht Kunst Licht AG
Hospitality

RUTZ RESTAURANT

Berlin, Deutschland
Architekten
Weinmiller Großmann Architekten, Berlin
Bauherr
Anja und Carsten Schmidt, Wein-Bar Lars Rutz GmbH
Nutzer
Anja und Carsten Schmidt, Wein-Bar Lars Rutz GmbH
Projektgröße
ca. 160 m²
Fertigstellung
2022
Fotos
Stefan Müller

Erstklassiges Ambiente in stimmungsvollem Licht – Das Rutz Restaurant in Berlin

Das Rutz Restaurant in Berlin ist seit 2020 mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet und damit eine bisher einzigartige Instanz unter den Gourmet-Adressen in der Hauptstadt. Nachdem das Rutz 2001 zunächst als Weinbar eröffnet wurde, gab es 2022 nach einer rund zweimonatigen, umfangreichen Renovierungsphase zum 21. Geburtstag des Restaurants eine sensationelle Wiederöffnung. Licht Kunst Licht hat in kürzestem Planungszeitraum und enger Zusammenarbeit mit dem Berliner Architekturbüro Weinmiller Großmann sowie den Inhabern des Rutz ein Lichtkonzept von höchster Qualität entwickelt, das die Finesse und Erstklassigkeit dieses Ortes ästhetisch sowie funktional in stimmungsvoller Weise unterstützt. Die hochwertige Innenarchitektur wird mit einem harmonisch integrierten Beleuchtungskonzept hervorgehoben, welches individuelle Lichtatmosphären zu unterschiedlichen Anlässen für die Besucher ermöglicht.

Seit der erfolgreichen Häutung des Restaurants an der Chausseestraße setzt Küchenchef Marco Müller nun seine kulinarischen Visionen im neu gestalteten Interieur um. Nachdem insbesondere die Küchenleistung und der Anspruch des Restaurants in den letzten Jahren dem ursprünglichen Ambiente entwachsen sind, wurde mit der Umgestaltung eine hochklassige Umgebung geschaffen, die dem Service, den Speisen sowie den Gästen einen angemessenen Raum bietet. Hinsichtlich der Beleuchtung lag der Fokus auf einem Konzept mit höchster Qualität, um die Hochwertigkeit der Einrichtung, Materialien und Speisen gleichermaßen zu untermalen. Die Herausforderung lag dabei vor allem in dem eng getakteten Planungs- und Umsetzungszeitraum und der damit einhergehenden kurzfristigen Verfügbarkeit und Beschaffung der verplanten Leuchtenelemente.

Das Herzstück des Restaurants ist die sechs Meter hohe Vitrine, die sich als Schauregal fast monumental über zwei Stockwerke des Innenraums erstreckt und von allen Sitzplätzen aus sichtbar ist. Hier präsentiert Marco Müller seine favorisierten Ingredienzen in Einmachgläsern und spiegelt damit die zu erwartende Vielfältigkeit und Erlesenheit seiner Kochkunst wider. Individuell ausrichtbare Lichtpunkte sind unsichtbar in den vertikalen Kanten der Vitrine integriert und lassen die unterschiedlichen Zutaten in ihrer Farbigkeit und Materialität erstrahlen. So richtet sich die Aufmerksamkeit der Besucher aus allen Blickwinkeln des Raums intuitiv auf die zentrale Vitrine. Durch den Einsatz von justierbaren Downlights, die jeweils einzeln oder gepaart über den Tischen platziert sind, werden die Speisen durch gerichtetes und gebündeltes Licht angemesen präsentiert, während gleichzeitig für eine angenehme Zonierung des Raums in privater Lichtatmosphäre gesorgt wird. Brillantes Licht mit einer sehr guten Farbwiedergabe war bei der Leuchtenwahl essenziell, um die Speisen adäquat in Szene zu setzen. Für eine angenehme und differenzierte Atmosphäre sorgen zudem auch diffuse Tischleuchten, die die Gesichter der Gäste weich einblenden und eine gemütliche Stimmung am Tisch kreieren.

Auch in den weiteren Bereichen des Restaurants kommen Downlights für die Grundbeleuchtung zum Einsatz und sind durch drei unterschiedliche Ausstrahlwinkel an die verschiedenen Raumhöhen und Nutzungsszenarien angepasst. Während auf den Tischen eine engstrahlende, fokussierte Beleuchtung realisiert wurde, sorgt in den Zirkulationsbereichen ein gleichmäßiges Licht mit breiterer Lichtverteilung für eine gute Orientierung.

Während der aufwändigen Umgestaltung des Rutz, sind neben vielen baulichen Veränderungen auch einige Elemente, wie beispielsweise das zur Passage gelegene, fensterseitige Weinregal, erhalten geblieben und harmonisch in das neue Konzept integriert worden. Das einfallende Tageslicht wird durch einen semitransparenten Vorhang gefiltert, sodass das Regal mit den zahlreich aufgereihten Weinflaschen interessante Schattenzeichnungen rückseitig an das Textil wirft und an die Tradition des Ortes als ursprüngliche Weinbar erinnert. In den abendlichen Stunden ist der umgebene Stadtraum durch die schemenhaften Bewegungen spürbar.

Auf beiden Ebenen des Restaurants sind hinter behauenen Natursteinwänden Räume für den Service entstanden. Die markante, raue Struktur wird sanft von einem Streiflicht betont und das eingeblendete Relief wirft natürliche Schatten, was für einen angenehmen visuellen Hintergrund sorgt.

Alle Leuchtenelemente haben eine Farbtemperatur von 2.700 K und sind zudem dimmbar, sodass innerhalb des Restaurants auch über variable Helligkeiten individuelle Stimmungen erzeugt werden können und der Ort für verschiedene Events und Gegebenheiten genutzt werden kann.