Licht Kunst Licht AG
Hospitality

EMSER THERMENHOTEL

Bad Ems, Deutschland
Architekten
4a Architekten GmbH, Stuttgart
Bauherr
Emser Therme GmbH
Nutzer
Emser Therme GmbH
Elektroplanung
BHP-FFM, Frankfurt am Main
Fotos
David Matthiessen
Fertigstellung
2022

Wellnessvergnügen in Landschaftlicher Idylle – Das Emser Thermenhotel

Gelegen inmitten der ländlichen Umgebung von Bad Ems in Rheinland-Pfalz, befindet sich das Emser Thermenhotel direkt am Ufer der Lahn. Das von 4a Architekten aus Stuttgart geplante 4-Sterne-Hotel schließt an die bereits in 2012 eröffnete Therme des Kurortes an und komplettiert den charmanten Wellnessstandort. Die integrierte und behutsame Lichtplanung setzt die unterschiedlichen Raumsituationen des Gebäudes wirkungsvoll in Szene. Individuell abgestimmte Beleuchtungslösungen unterstützen die offene und großzügige Architektur und sorgen für ein ganzheitliches Wohlfühlambiente, welches das Hotel zu einem gelungenen Ort für Entspannung und Erholung macht.

Licht Kunst Licht AG
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Der Hotelneubau präsentiert sich als langgestreckter, viergeschossiger Baukörper und greift in Form und Materialität Gestaltungselemente der angeschlossenen Therme auf. Die 84 Doppelzimmer sind allesamt nach Süden in Richtung des Flusses ausgerichtet und bieten mit großflächigen Glasfronten sowohl von innen, als auch von außen eine angenehme Transparenz und Nähe zur Natur. Durch ein Beleuchtungskonzept mit behutsam integrierten Akzenten wird im Innenraum eine wohnliche und gleichzeitig außergewöhnliche Wohlfühlatmosphäre geschaffen. Auch in der Außenwirkung wird das Fassadenbild der Architektur durch den Einsatz einer linearen Voutenbeleuchtung untermalt und erzeugt durch die vertikale Beleuchtung eine einladende Geste. Downlights komplettieren diesen Effekt durch eine weiche Aufhellung der Verkehrsflächen. Generell wurde ein Großteil der Beleuchtung im Hotel mit „warm-dim“ ausgestattet, um insbesondere in den Abendstunden eine warme, gemütliche Stimmung für die Gäste zu schaffen. Als wiederkehrendes Gestaltungselement zieht sich eine beleuchtete Holzlamellenwand durch das Hotel und verbindet optisch die verschiedenen Raumtypen.

Die Hotelzimmer überzeugen mit einer minimalistischen, aber dennoch flexiblen Beleuchtung. Verschiedene Lichtelemente können vom Gast eigenständig und separat geschaltet werden, sodass ein individueller Komfort ermöglicht wird. Die möbelintegrierten Lichtlinien oberhalb des Bettkopfes erzeugen ein warmtoniges indirektes Licht entlang der Holzlamellen und liefern eine sanfte Grundbeleuchtung für den Raum. Sie werden an beiden Seiten des Bettes durch ebenfalls möbelintegrierte Leseleuchten oberhalb der Nachttische komplettiert.

Das Hotelrestaurant steht für Geselligkeit und Zusammenfinden sowie gleichzeitig für einen Ort der Vertrautheit und Privatsphäre. Um eine angemessene Zonierung zu erreichen, ist der Raum mit schwenkbaren Downlights aus einer schwarzen, akustisch wirksamen Holzwolle-Decke beleuchtet. Die Downlights sind durch ein Wabenraster sehr gut entblendet, sodass sie für den Betrachter weitestgehend aus dem Blickfeld verschwinden und unauffällig in der Decke integriert sind. Zudem verteilen sich abgerundete, zurückversetzte Deckenfelder mit umlaufenden Lichvouten spielerisch über den Sitzgruppierungen und heben sich in edlem Gold von der dunklen Decke ab. Ein drittes Beleuchtungselement sind elegante, futuristische Pendelleuchten, die parallel zur Fassade in unterschiedlichen Höhen über den Tischen arrangiert sind. Auch in diesem Bereich des Hotels ist die Lamellenwand als Rückwand der Sitzgruppen aufgegriffen. Sanft mit Streiflicht aus einer Voute beleuchtet, stellt sie einen ruhigen Raumabschluss dar und bringt vertikales Raumlicht in das Restaurant.

Eine Besonderheit des Hotels stellt die Skylounge zusammen mit ihrem angrenzenden, großzügigen Außenbereich dar. Die Grundbeleuchtung sowie Akzentuierung der Möblierung wird durch entblendete Stromschienenstrahler erzeugt. Individuell ausrichtbar ermöglichen sie eine hohe Flexibilität und sind gleichzeitig unauffällig in die eingespannte Decke aus bunten Fäden eingegliedert. Eine Kombination aus Steh- und Pendelleuchten, welche in der Gestaltung der Leuchtenschirme ebenfalls das „Faden“-Design der Decke aufnehmen, fügt sich harmonisch in das Bar-Ambiente ein und rundet das Gesamtkonzept ab.

Neben einer atmosphärisch-funktionalen Beleuchtung für die diversen Räume des Hotels, erfährt auch das Treppenhaus eine ausgewogene Lichtgestaltung. Dem Gebäudekern folgende Deckenvouten geben eine intuitive Orientierung in den Flurbereichen, welche durch Downlights ergänzt werden und die Gäste komfortabel durch das Hotel führen.

Insgesamt überzeugt die Lichtplanung in engem Zusammenspiel mit der Architektur sowie durch gestalterische Wiederholungen, die zu einem ganzheitlichen Konzept führen.