STÄDELSCHES KUNSTINSTITUT UND STÄDTISCHE GALERIE, Frankfurt am Main

 

Awards:
Winner Lighting Project 2014
World Interiors News Annual Award

Award of Merit 2013
IES Illumination Awards
Illuminating Engineering Society of North America

    Winner Lighting Design und People's choice Award 2013
AZ Awards
Azure Magazine, Canada

    Preisträger Jurypreis Tageslicht 2013
Der Deutsche Lichtdesign-Preis

Winner Silver (Cultural) 2012
illumni infinity Awards

Architekten:   schneider+schumacher Planungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main
Bauherr:   Städelsches Kunstinstitut
Nutzer:   Städelsches Kunstinstitut
Fertigstellung:   2012
Projektgröße:   4.100 m²
Bauvolumen:   52 Millionen Euro
Beleuchtungsetat:   1,8 Millionen Euro
Fotos:   Norbert Miguletz
   

Andrea Flak 8

 

Publikation:

 

 

Werkbericht - Licht Kunst Licht 4  >>



Lichte Gartenhallen: Erweiterung des Städel Museums in Frankfurt

Mit einem Erweiterungsbau für die Präsentation der Gegenwartskunst hat das Frankfurter Städel Museum jetzt die größte inhaltliche und architektonische Erweiterung seiner knapp 200-jährigen Geschichte erhalten.

Die Frankfurter Architekten schneider+schumacher haben dafür unter dem Städel-Garten etwa 3.000 Quadratmeter neue Ausstellungsfläche geschaffen. 195 kreisrunde Oberlichter mit Durchmessern von 1,5m bis 2,5m durchbrechen die frei gespannte und leicht nach oben geschobene Decke des unterirdischen Saales.

Die Oberlichter sind mit einem komplexen System aus horizontalen fahrbaren Screen-Anlagen bestückt. Unterschiedliche Lichtminderungsbehänge bis hin zu einer Vollverdunkelung werden über eine ausgeklügelte Steuerungstechnik den gewünschten Tageslichteinträgen entsprechend gefahren. Im Umfang der Oberlichter angebrachte LEDs in zwei Lichtfarben werden bei schwindendem Tageslicht dazu gesteuert bzw. übernehmen bei Dunkelheit die Beleuchtung des Saales. Raumseitig sind die Oberlichter mit einem Gewebematerial verschlossen, das die Durchsicht weiterhin erlaubt und so den Himmelszustand für den Besucher erfahrbar macht.

Zusätzlich können in den Oberlichtern Strahler appliziert werden, die für eine akzentuierte Beleuchtung sorgen. Die Erfassung der Himmelszustände wird über Sensoren im Außenraum, die wiederum mit Sensoren im Innenraum kommunizieren, vorgenommen und über vorprogrammierte Soll-Werte der Raumnutzung entsprechend nachgestellt.