KUNSTMUSEUM AHRENSHOOP, Ahrenshoop

 

Awards:  

Winner Interior Architecture 2016
German Design Award
Rat für Formgebung

 

 

Winner Best Lighting Installations 2015
AZ Awards
Azure Magazine, Canada

 

Preisträger Jurypreis Tageslicht 2015
Der Deutsche Lichtdesign-Preis

 

Award of Merit 2015
IALD International Lighting Design Awards
International Association of Lighting Designers

Award of Merit 2014
GE Edison Awards

 

Architekten:   Staab Architekten GmbH, Berlin
Bauherr:   Kunstmuseum Ahrenshoop e. V.
Nutzer:   Kunstmuseum Ahrenshoop e. V.
Fertigstellung:   2013
Projektgröße:   900 m²
Bauvolumen:   6,4 Millionen Euro
Beleuchtungsetat:   0,1 Millionen Euro
Fotos:   Stefan Müller

 

Publikation:

 

 

Werkbericht - Licht Kunst Licht 4  >>



Das Kunstmuseum Ahrenshoop in Ahrenshoop

Grundlage der Gebäudeanordnung stellt die bildhafte Wahrnehmung schilfrohrgedeckter Häuser dar, die sich nur wenige Schritte vom Museumsort entfernt befinden. Gruppiert um ein zentrales Foyer wurde dabei ein Ensemble von fünf aneinandergefügten Einraumhäusern entwickelt, die die eigentlichen Ausstellungsräume beinhalten. Vier Ausstellungshäuser widmen sich Dauer- und Wechselausstellungen der Ahrenshooper Künstlerkolonie. Im fünften Haus befindet sich ein „Kabinett“ , dass als Seminar- und Begegnungsraum genutzt wird.

Die Tageslichtstrategie in den Oberlichtsälen im Kunstmuseum Ahrenshoop wurde im engen Dialog mit der Entwicklung der Architektur erarbeitet. Die Ausstellungsräume sind alle mit länglichen, horizontalen Tageslichtöffnungen ausgestattet. Um eine Lichtverteilung zu bewirken, die als nahezu schattenfreies Raumlicht wahrgenommen wird, wurden speziell ausgerichtete Prismen in das Oberlicht integriert. Die Kunstlichtbeleuchtung soll der Tageslichtsituation insofern ähnlich sein, dass das Licht aus der gleichen Öffnung in den Raum gelangt. Hierzu werden die Lichtprofile an den Schürzen der Öffnung montiert. Die Lichtprofile geben ihr Licht freistrahlend in den Raum ab. Für die Akzentbeleuchtung ist eine Stromschiene, die notwendige LED Strahler aufnehmen kann, unterhalb des Lichtprofils vorgesehen.

Das Foyer wird großenteils durch Downlights und Wandfluter beleuchtet. Durch das Einblenden der Wände werden die Raumenden erhellt, erlebbar gemacht und schaffen ein angenehmes Raumgefühl. Darüber hinaus bietet sich durch die gleichmäßige Wandbeleuchtung eine weitere Fläche für Kunstexponate an, die durch das Dimmen der Leuchten mit der richtigen Intensität illuminiert werden können. Der schmale Bereich vor dem Fenster zwischen Haus IV und Haus V wird über drei Richtstrahler bedient. Hier können Skulpturen und Plastiken durch das gerichtete, druckvolle Licht bedarfsgerecht in Szene gesetzt werden. In dem Oberlicht über dem Tresen sorgen dimmbare Lichtprofile für eine ausreichende Helligkeit in diesem Bereich. Die Regale im Shopbereich und die Garderobe werden über ein verdecktes, im Möbel integriertes Lichtleistenprofil erhellt, womit eine angemessene Beleuchtung der Verkaufsregale gewährleistet ist.