K21 KUNSTSAMMLUNG STÄNDEHAUS, Düsseldorf

     
Architekten:   Kiessler + Partner Architekten, München
Bauherr:   Land Nordrhein-Westfalen
Nutzer:   Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Fertigstellung:   2002
Projektgröße:   20.000 m²
Bauvolumen:   20 Millionen Euro
Beleuchtungsetat:   1,5 Millionen Euro
Fotos:   Wolfgang Schwager  1, 3l, 4r
Ralph Richter  4l, 6
Thomas Riehle  2
Thomas Mayer  3r
Luc Bernard 5
 
Publikation:
 
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Die Rekonstruktion eines Parlamentsgebäudes – K21 Kunstsammlung im Ständehaus Düsseldorf


1995 fiel die Entscheidung zur Nutzung als neues Museum für die internationale Kunst der Gegenwart – für die Kunst des 21. Jahrhunderts. Die verschiedenen Raumstrukturen und Funktionen kommen mit einem Minimum an Beleuchtungsinstrumentarium aus. Intelligentes Lichtmanagement und der Austausch, das Hinzufügen und Weglassen von Komponenten lassen differenzierte Lichtszenarien zu und sichern den Nutzern auch in Zukunft Flexibilität. Die Beleuchtung ordnet sich trotzdem in ihrer Selbstverständlichkeit der Kunst unter.

Auch die den Ausstellungsräumen vorgelagerten Galerieumgänge mit ihren bogenförmigen Fensteröffnungen zum Lichthof dienen als Ausstellungsräume. Sie sind mit Wandeinbauleuchten ausgestattet, deren indirekte Lichtwirkung sich mit zwei unterschiedlichen Leuchtmitteln anpasst: Bei Tag unterstützt eine neutral-weiße Halogen-Metalldampflampe effizient; bei Veranstaltungen im Bereich des Lichthofes wird eine regelbare Halogenkomponente zugeschaltet, deren mild-warmtoniges Licht sanft aus den Laibungen der Bogenfenster hervortritt.

Die Beleuchtung des Lichthofes entspricht den Erfordernissen moderner Medientechnik, da neben Ausstellungsinstallationen auch Veranstaltungen der Landesregierung stattfinden.
Leistungsfähige Schweinwerfer, die am Tragwerk der Glaskuppel befestigt sind, durchstrahlen den gesamten Luftraum und schaffen ein gleichmäßiges Beleuchtungsniveau auf der Nutzebene des Erdgeschosses. Markante Stützen begleiten die große Freitreppe. Die Gesimse der Stützenkapitelle nehmen minimalisierte Deckenfluter auf, die das Deckengewölbe in ein gleichmäßiges Licht tauchen und einen repräsentativen, sehr hellen Eingangsbereich schaffen – ohne sichtbare Leuchten.

Um die signifikante Wirkung des Kuppeldaches auch bei Nacht zu zeigen, wurden im Fußpunkt der Kuppelkonstruktion innerhalb der Lüftungsverkleidungen kardanisch schwenkbare Niedervolt-Halogenstrahler integriert, die den Diagonalstreben mit ihrem Lichtverlauf folgen. Die engstrahlende Lichtverteilung dieser Leuchten bestreicht die Innenkonstruktion bis zum Kuppelzenit und schafft so eine transparente, leicht illuminierte Glashaut, die weit über die Rhein- Metropole hin sichtbar ist. Die Beleuchtung der Exponate erfolgt mittels leistungsfähiger Strahler von Stromschienen.