OLED INSTALLATION, Frankfurt am Main

     
Bauherr:   Osram opto Semiconductors GmbH
Nutzer:   Osram opto Semiconductors GmbH
Fertigstellung:   2010
Bauvolumen:   9,5 Millionen Euro
Fotos:   Thomas Möritz  1l, 2-3, 5-6, Video
Lukas Roth  1r, 4

OLED Installation auf der Light + Building 2010


Die Kontakte unseres Büros zur Entwicklungsabteilung des Unternehmens OSRAM Opto Semiconductors führten im Sommer 2009 zu Gesprächen über die Präsentation eines neuartigen Leuchtmittels. Organische Leuchtdioden (OLED) sollten im Rahmen eines Messeauftritts als Kernstück des OSRAM-Standes auf der Light + Building in Frankfurt vom 11. bis zum 16. April gezeigt werden.

Die naheliegenden Ansätze, als Planungsbüro mit einer langen Tradition in der Entwicklung von Sonderleuchten auch hier mit einem Leuchtenentwurf zu antworten, erwiesen sich als zu kurz gegriffen. Das vorgegebene Material hat so spezifische Eigenschaften, dass wir diese in einer eigens konzipierten Installation demonstrieren wollten.

Die ORBEOS OLED standen uns in Form von ca. 1 mm dünnen Kacheln von 80 mm Durchmesser zur Verfügung, die herausragende Eigenschaft war das homogene, dimmbare Flächenlicht im eingeschalteten Zustand und eine perfekte Spiegeloberfläche im ausgeschalteten Zustand. Die sanften Leuchtdichten zusammen mit der extremen Dünne der Kacheln brachten uns auf den Weg zu einer raumgroßen, begehbaren Anordnung von Spiegelpaneelen. Ein solches Paneel ist ein Sandwich aus zwei Spiegelgläsern von 1,2 x 1,2 m Seitenlänge. Vorder- und Rückseite erscheinen identisch, je 5 X 5 klar durchsichtige runde Felder sind vor Verspiegelung der Gläser maskiert worden, dahinter sind passgenau 50 Rücken an Rücken montierte ORBEOS Kacheln angebracht. Die Verdrahtung ist seitenweise verschieden, eine horizontal, eine vertikal. Diese Polarisierung ermöglicht komplexere Lichtszenen bei der Animation. Die Addition von insgesamt 12 solcher Paneele, die meisten vertikal in filigrane Stahlseile gehängt, einige horizontal im Boden und über Kopf angeordnet, ergibt die faszinierende Geometrie eines Spiegelkabinetts.

Zur schließlich ausgeführten Rauminstallation gehörte auch die Konzeption der Raumschale mit Zugängen und Wanddurchbrüchen. Die resultierende Box mit ihrer prägnanten Wandfarbe OSRAM orange und ihren kontrollierten Einblicken in das Spiegelfeld war tatsächlich eine Attraktion des Messestandes in der Festhalle, was der Besucheransturm schnell zeigte. Der Reiz war sicher, sich im Innenraum auf verschlungenen Wegen zwischen den Paneelen frei zu bewegen, selbst die Lichtwirkung einer großen Zahl von leuchtenden OLED Elementen zu spüren, vor allem aber die vielfachen Spiegelungen, die sich zu endlosen Reflexions-Tunneln summieren können, letztlich nicht ganz zu durchschauen.

 Unser Ziel war es, mit einem solchen Aufbau sowohl dem Wunsch eines Messebesuchers nach inspirierender Präsentation als auch den Erwartungen des Unternehmens entsprechen zu können, ein noch nicht ausdefiniertes Produkt mit einem zweifellos großen Zukunftspotential einprägsam vorzustellen.