DOMFORUM, Köln


Architekten:   Martini Architekten, Bonn
Bauherr:   Erzbistum Köln
Nutzer:   Erzbistum Köln
Fertigstellung:   2010
Projektgröße:   326 m²
Bauvolumen:   0,6 Millionen Euro
Beleuchtungsetat:   0,1 Millionen Euro
Fotos:   Constantin Meyer

 

Publikation:

 

 

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Transparenter Raum für die Öffentlichkeit- Das Domforum Köln in neuem Licht


Das Informations-, Begegnungs- und Veranstaltungszentrum der katholischen Kirche liegt an prominenter Stelle. Direkt gegenüber dem Dom präsentiert es sich nach umfassender Renovierung und Umgestaltung mit besonderer Raum- und Lichtqualität. Der Raum lässt sich durch eine strukturierte Glasfassade von drei Seiten einsehen. Der Idee des Beleuchtungskonzepts liegt die Anforderung eines breiten Nutzungsprofils zugrunde: Im Forum finden neben temporären Ausstellungen auch Podiumsdiskussionen, Musik- und Theateraufführungen sowie Vorträge statt. Die klare, reduzierte Architektursprache des Raumes sollte dabei dennoch unterstützt werden.

Es galt also, ein Leuchtenelement zu verwenden, welches sowohl die Aufgabe der Grund- als auch einer Akzentbeleuchtung erfüllt und dabei auf vorhandene Strukturen der Architektur reagiert. So wurde das diagonal verlaufende Fugenbild des Bodens, das sich in den Außenraum auf der Domplatte weiter fortsetzt, in der Anordnung der Deckenleuchten aufgegriffen. Die eigens hierfür entworfene Deckenleuchte beinhaltet zwei Komponenten, die getrennt geschaltet und gedimmt werden können: Eine diffus streuende Abdeckung bildet mit der Decke eine Fläche. Diese Abdeckung ist mit zwei zylindrischen Ausnehmungen versehen, welche die beiden justierbaren Richtstrahler als Direktkomponente aufnehmen. So bleiben die Direktstrahler dem Betrachter aus der Mehrzahl der Blickwinkel verborgen.

Tagsüber ergibt sich ein gleichmäßig ausgeleuchteter, freundlicher Raum, der zum Verweilen einlädt. Bei einsetzender Dunkelheit kehrt sich das äußere Erscheinungsbild um, das Foyer beginnt aus sich selbst heraus zu leuchten und zieht so die Aufmerksamkeit auf sich. Die Steuerung des Lichts erfolgt über ein in der Haupttheke integriertes Bedienfeld. Je nach Bedarf können die voreingestellten Szenen individuell nachträglich verändert werden.