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MARRIOTT HOTEL, Berlin

 

Awards:

Award Special Citation 2005
IIDA International Illumination Design Awards
Illuminating Engineering Society of North America


FX Design Award 2004
FX Magazine, UK

Architekten:   Prof. Bernd Albers, Berlin
Bauherr:   Intertec Berlin im Auftrag der Beisheim AG
Nutzer:   Marriott Hotel Gruppe
Fertigstellung:   2004
Projektgröße:   300 m²  Wandfläche
Beleuchtungsetat:   0,5 Millionen Euro
Fotos:   Werner Huthmacher  2l, 3-4
Christian Kruppa  1l

Publikation:
 
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Die Realisierung einer skulpturalen Lichtwand – Hotel Marriott, Berlin


Exakt an dem Ort, an dem vor 115 Jahren das damalige Hotel Bellevue errichtet wurde, knüpft das im Januar 2004 eröffnete Marriott Hotel an die Geschichte des historischen Geländes an. Mit der Gestaltung der Licht-Wand-Skulptur verkörpert das Berlin Marriott Hotel architektonisch einen Moment der inneren Einkehr inmitten von Dynamik – innen wie außen.

Die rund 30 Meter hohe und 10 Meter breite Licht-Wand- Skulptur wird durch ein vorgelagertes Architectural-Grid vertikal unterteilt. Die Wand selbst besteht aus 72 einzelnen Streckgitterpaneelen in Kupfer, die mit Hilfe seitlich installierter LED-Beleuchtungskomponenten scheinbar aus sich selbst heraus leuchten. Die mit Streiflicht beleuchteten Flächen suggerieren über die gesamte Wand eine räumliche Tiefenwirkung, die sich aus der Nähe betrachtet als diffuses, nicht ortbares Bild darstellt.
Der Seheindruck variiert in Abhängigkeit von der Position des Betrachters im Raum: Je nach Blickwinkel entstehen verschiedenartige Bildkompositionen, die an sich bewegende Wolkenlandschaften erinnern. Unterstützend wirkt eine Lichtsteuerung, mit der unterschiedlich programmierte Lichtszenarien abgerufen werden – zum Beispiel ein goldgelbes, sanft an der Wand hinuntergleitendes Licht, das die Assoziation zu einem Wasserfall hervorruft.

Als Lichtquellen dienen LED-Linearprofilleuchten mit extrem eng gebündelter Lichtcharakteristik. Insgesamt kommen 152 Leuchten zum Einsatz: knapp 220 laufende Meter LED-Profil, bestückt mit rund 3.100 LED-Modulen und insgesamt 31.000 Einzel-LEDs. Über ein Sammellinsensystem wird das goldgelbe Licht jeder Leuchtdiode gebündelt. Da die Gesamtinstallation im Wesentlichen vom Betrachtungswinkel abhängt, musste vom ersten bis zum letzten Streckgitterpaneel eine absolut in sich ebene Fläche hergestellt werden.

Vier im Vorfeld programmierte Lichtszenarien lassen sich einfach über ein in den Rezeptionstresen integriertes Tasterfeld auswählen. Eine übergeordnete Zeitschaltuhr sowie eine Gesamtein- und -ausschaltung bestimmen die Hauptbetriebszeiten der Lichtinstallation.