MUCEM – MUSÉE DES CIVILISATIONS DE L'EUROPE ET DE LA MÉDITERRANÉE, Marseille

Mucem Museum, Marseille

Mucem Museum, Marseille

Mucem Museum, Marseille

Mucem Museum, Marseille

Architekten: Rudy Ricciotty architecte, Bandol
Ausstellungsplaner: Studio Adeline Rispal, Paris

Anlässlich seiner Ernennung zur Kulturhauptstadt Europas 2013 hat die Hafenstadt Marseille ihr Kulturangebot um eine Reihe prominenter Museumsbauten erweitert. Malerisch am Pier J4 gelegen, und mit dem historischen Fort St. Jean durch eine schmale Fußgängerbrücke verbunden, befindet sich das MuCEM direkt an der Mittelmeerküste.

Nicht nur durch seine besondere Lage ist das Musée des Civilisations de l'Europe et de la Méditerranée, erbaut von Rudy Ricciotti, der vielleicht charismatischste Neuzugang in Marseille's Architekturwelt. Der diaphane Glasbau wird an drei Seiten von einer Mashrabiya-artigen Betonnetzstruktur umfangen, die aus der Nähe betrachtet an Meereswellen erinnert. Im Erdgeschoss des vierstöckigen Gebäudes befindet sich die in einer Dauerausstellung aufgenommene umfängliche Sammlung des MuCEM. Das Studio Adeline Rispal hat dieser Ausstellung auf sensible und leichtfüßige Art und Weise Struktur und einen museographischen Rahmen verliehen.

Die Museographie und die Beleuchtung binden hierbei gleichsam an die Deckenvouten an, die zwischen den Rippen der Fertigteilbetondecke entstehen. Die alkoven-artig ausgeprägten Vouten nehmen Bogenrahmen auf, die einerseits Tragrahmen für Storen und Kunst aufnehmen, andererseits aber auch Beleuchtungselemente. Stromschienenstrahler koppeln über eine modifizierte Befestigung direkt an die Bogenrahmen an. Dabei ist die Position des Strahlers auf dem Bogensegment frei wählbar und individuell auf Ausrichtung und Ausstrahlwinkel der Strahler adaptierbar.

 

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